Verein zur Förderung der Demokratie

und Interessenvertretung der Bürger e.V. (in Gründung)

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03.2008: Armes Deutschland – armes Leer

So langsam geht es allen auf die Nerven – was ist eigentlich los bei uns?Beginnen möchte ich mit der endlosen Diskussion über den Fußgängerüberweg Heisfelder Straße / Ecke Ostersteg. Es war sicherlich kein Geniestreich dieser Fußgängerüberweg, er hatte sich jedoch in der Praxis bewährt – oder? Jetzt muss eine praktikable  Lösung abgeschafft werden, weil sie angeblich gegen das Gesetz verstößt. Ständig werden neue Meinungen und Ansichten vertreten und dies auch von Leuten die einen  Fahrstreifen nicht von einer Fahrbahn unterscheiden können ( da gibt es nämlich Unterschiede). Abgesehen davon, dass es noch diverse Möglichkeiten zur Lösung des Problems gibt: Die Lage des Fußgängerüberweges ist kein Verstoß gegen die StVO sondern widerspricht lediglich einer Verwaltungsvorschrift zu § 26 StVO. Anstatt, dass man sich nun Gedanken macht, ob diese Vorschrift hier in der Heisfelder Straße überhaupt anwendbar und vom Gesetzgeber nach Würdigung aller Umstände überhaupt so gemeint war, folgt man blind – ohne Nachdenken - den geschriebenen Worten – typisch deutsch eben. Die Vorschrift einen Fußgängerüberweg auf einer Vorfahrtstraße mit 2 Fahrstreifen für eine Richtung zu verbieten (oder nicht zu empfehlen) rührt wohl eindeutig daher, dass es auf solchen Straßen, die sich meist im Ortsein- oder ausgangsbereich (vergleichbar Südring) befinden, zu Unfällen aufgrund von Überholvorgängen an Fußgängerüberwegen kam, bei denen Fußgänger gefährdet oder auch getötet wurden. Die Heisfelder Straße jetzt mit einer solchen „Rennbahn“ gleichzusetzen und den Verkehr vom Emspark bis zum Ostersteg zu stauen kann nicht Sinn und Zweck diese Verwaltungsvorschrift sein – so etwas sollte man einmal prüfen. Aber so ist das bei uns in Schilda – Verzeihung Leer – es wurde seinerzeit eine riesige Summe für ein Gutachten für die Verkehrsführung ausgegeben und planlos vertan. Wenn man Geld vernichten kann, so wird es eben gemacht. Als neues Beispiel sei einmal angeführt, dass man nicht einmal in der Lage ist, eine Durchschnittsmiete in Leer zu ermitteln. Das wird jetzt für 60.000,-€ auf wissenschaftlicher Basis gemacht. Was ist, wenn bei dieser Untersuchung herauskommt, die Miete für einen Quadratmeter in Leer müsse durchschnittlich 200,- € betragen? Ziehen wir dann alle nach Emden? Es wird Zeit das wir als Bürger jetzt einmal die Reissleine ziehen und die Verschwender in ihre Schranken weisen.  Schönen Tag noch – bis zum nächsten Unsinn.

07.2008: Alles schon vergessen?

Es ist schon merkwürdig, wenn man einige Politiker hört. Energie und Kosten sparen durch einen „gesunden Mix“ aus Atom-, Gas- und Kohlekraftwerken? Längst vergessen: Die Katastrophe von Tschernobyl, als selbst tausend Kilometer vom „Ort des Störfalles“ vor dem Genuss von Lebensmitteln aus dem Freilandanbau gewarnt wurde, kranke Kinder, die uns ab und zu besuchen, Anhäufung von Leukämiefällen in der Nähe von KKW, Risiken beim (in Deutschland eingestellten) Uranabbau, Endlagerung, meterdicke, teure Abschirmungen gegen Alpha- und Betastrahlen, die jedoch die Gammastrahlen nicht aufhalten. Die Physikerin Angela Merkel wurde „weich gekocht“, obwohl sie es besser wissen müsste. Verherend: Die Vernichtung von fossilen Rohstoffen (pro Tag die Menge, für deren „Produktion“ der Globus 500.000 Jahre benötigte), der Feinstaub, das Zünden von Feuer mit 1.000°C für eine Dusche mit 37,5°C .. u.vm. Alle Politiker sollten sich ein Kernkraftwerk von innen ansehen oder darin übernachten – es birgt ja kein Risiko – „die paar Strahlen“, die verhindern, dass einige Geräte und Gegenstände ein solches Werk nie wieder verlassen dürfen – was macht das schon? Sich einige Stunden in luftiger Höhe direkt unter dem Schornstein eines Kohlekraftwerkes aufhalten, es ist ebenfalls risikolos – die Höhe einer solchen Esse ist ja nur darauf zurückzuführen, dass man Orientierungspunkte für die Luftfahrt benötigt – oder? Auch Gas, Diesel, Benzin sind völlig harmlose Stoffe, die ohne Risiken gekauft, bearbeitet, transportiert, gelagert und verbrannt werden können - oder? Wenn man mit den Sicherheitsbestimmungen solcher Einrichtungen vertraut ist und sich möglicherweise in einigen schon die „Lebensdosis“ (Anm.: Das ist der „Aufnahmewert“, den z.B. „strahlenexponierte Personen“ nicht überschreiten dürfen) „abgeholt“ hat, wird man diese Orte meiden. Fazit: Man darf die Zukunft nicht den „Ahnungslosen“ und profitorientierten Konzernen überlassen - der Weg zeigt eindeutig zur dezentralen und umweltfreundlichen Energieerzeugung (hier sind die Kommunen gefordert) - nur so kann man Kosten dämpfen, lange Transportwege verhindern und sich für die Zukunft rüsten. Die endgültige und schnelle Abkehr von den alten Techniken ist zwingend erforderlich – bevor irreparable Langzeitschäden angerichtet werden und auch in diesem Bereich der Anspruch des Standortes Deutschland verpufft ist. In anderen Bereichen (Elektro-, Büro- Unterhaltungsindustrie …) wurde uns in kürzester Zeit der Rang von einst belächelten ausländischen Besuchern abgelaufen. Die Scheichs bereiten sich längst auf die Zeit ohne Öl vor – nur wir schlafen. Es ist höchste Zeit zum Handeln!

10.2008: Verwirrung der Wähler – Stärkung der Politiker 

Durch die „Bankenhilfe“ von ca. 500 Milliarden (ich rechne eher mit mehr) wird sich die Pro-Kopf-Verschuldung von derzeit ca 18.000,-€ auf ca. 24.000,-€ erhöhen. Abgesehen davon – was passiert eigentlich ?  Nun – die Sache ist doch ganz einfach: Die „Talente der Finanzwirtschaft“, deren Jahreseinkommen man jetzt auf 500.000.-€ limitieren möchte, haben sich von den Amerikanern „tüchtig einseifen“ lassen. Vorstände namhafter Banken lassen mitteilen, das es für den Standort Deutschland schlimm wäre, diese „Experten“ aufgrund der „geringen“ Einkünfte an das Ausland zu verlieren. Meiner Meinung nach sollte man sich freuen, wenn diese Leute das Land verlassen – oder? Schlimm genug, dass man diesen Bankern etwas angedreht hat, was es nicht gab – jetzt müssen auch noch die Defizite aufgefangen werden. Welche Folgen hat das für uns? Nun – nach einer jahrelangen Talfahrt ist die Abwärtsentwicklung des Dollars gestoppt. Die Amerikaner füllen ihre Kasse kräftig auf und holen sich Geld zurück. Schluss mit der Stärke des EURO-Landes! Der Dollar legt wieder kräftig zu, was eine starke Erhöhung der Energiepreise nach sich ziehen wird. Und unsere Politker klopfen sich gegenseitig auf die Schulter. Noch nie wurde eine Sache so schnell durch den Bundestag gebracht. Der Wähler schaut hilflos zu. Läuft gar ein Testprogramm, um unsere „Schmerzgrenze“ auszuloten? Anders kann man sich die Kuriositäten wohl nicht erklären: Steinewerfer werden zu Außenministern, Wehrdienstverweigerer befürworten den Kriegsdienst, „ausrangierte“ oder pensionierte Politiker werden auf Posten bei Energieversorgern und anderen Monopolisten geparkt. Die Selbstbedienungsmentalität nimmt kein Ende – von einer Moral oder einer Verantwortung gegenüber dem Wähler kann keine Rede mehr sein. Die Parteien sind sogar in der Lage, Jahre vor einer Bundestagswahl schon zu bestimmen, wer wohl einen Platz im Parlament bekommen wird. Selbstbewußt, wie nie zuvor, weiß man heute schon, wie der Wähler entscheiden wird. Wir sind zum (Zu-) Stimmvieh verkommen. Sage keiner mehr, es ginge Macht vom Volke aus – das Kapitel können wir uns „abschminken“.

10.2008: Realitätsverlust der Politiker

Um sich einmal die Verschuldung des Staates vor Augen zu führen, möchte ich eine neue Währung einführen, weil über 1,5 Billionen EURO einfach eine unvorstellbare Größe sind. Die Politiker haben das völlig vergessen und jeden Bezug zum Geld oder der realen Situation verloren. Führen wir also einmal die Geldgröße „Einfamilienhaus“ (EFH) mit 150.000,-€ ein. Der Staat (sprich – wir, die Bürger) ist somit mit 10 Millionen Einfamilienhäusern in der Kreide. Woher hat der Staat das Geld?  3 Mio. EFH zu 150.000,-€ wurden bei den Banken geliehen, über 5 Mio. EFH kommen aus dem Ausland und weitere 2 Mio. EFH  kommen  von Versicherungen, Banken und Privatpersonen. Wie ist das ganze abgesichert? Natürlich über die Bürger (alle Kinder, Frauen und Männer), die beim Staat mit ca. 18.000,-€ pro Kopf - oder – um bei der Währung zu bleiben – mit 0,12 EFH verschuldet sind. Das sind die Steuern und Abgaben von morgen, darauf dürfen wir uns also einstellen. Aber jetzt das paradoxe: Da der Staat nur über Schulden verfügt, wird er, um den Spekulanten der großen Banken jetzt zu helfen, neue Schulden machen – die natürlich wieder der Bürger, neben seinen Lebenshaltungs-kosten, begleichen muss. Nach Abzug aller Schulden haben die Bürger (Durchschnitt) noch je Kopf 0,13 EFH (19.600,-€) Vermögen. Die Bürger könnten also Ihre Pro-Kopf-Verschuldung begleichen – aber das kommt einer Enteignung gleich, zumal dieser Durchschnitt nicht von jedem Bürger erfüllt wird. Eine höhere Belastung der Bürger führt zu weniger Nachfrage, weniger Steuereinkünften, mehr Soziallasten. Was kann uns helfen? Nur ein wirklicher Sparkurs der Verantwortlichen. Nur - diese hören uns gar nicht mehr. Daher wäre es dringend erforderlich, ein Exempel zu statuieren. Da die Politiker sich nur selbst verwalten, uns regieren und die Schulden weiter anhäufen, sollte man die Hälfte „feuern“ – den Blödsinn, der momentan verzapft wird, kann man auch mit der Hälfte des Personal erreichen.     

 10.2008: Managergehälter – oder - wie werde ich befördert, wenn ich schon ganz oben  bin

Oft fragt man sich, wie diese exorbitant hohen Managergehälter zustande kommen. Nun – das ist ganz einfach: Gehen wir einmal davon aus, ein Manager leitet ein erfolgreiches Unternehmen. Er hat eine tolle Führungsmannschaft, die ihn tatkräftig unterstützt, Mitarbeiter, die selten krank sind und für wenig Geld arbeiten. Folglich fährt der Betrieb Gewinne ein, die ausgeschüttet und versteuert werden müssten. Das ist schlecht – oder? Der erfolgreiche Manager schaut sich jetzt die Gehaltssituation in anderen Betrieben an und stellt fest, dass ein Manager eines fast vergleichbaren Unternehmens (im In- oder Ausland) über Grundgehalt, Erfolgsbeteiligungen, Aktienoptionen usw. fast das doppelte seines eigenen „bescheidenen“ Gehaltes verdienen kann. Nur – es ist nicht einfach, im Vorstand eines Betriebes eine Gehaltserhöhung um 100% für sich selbst „durchzudrücken“. Aber – jetzt die rettende Idee! Einem anderen, vergleichbaren Betrieb mit einem hochbezahlten Manager geht es schlecht. Sofort wird ein Businessplan erstellt, um über Synergien mit diesem Unternehmen zusätzliche Marktanteile zu sichern und insgesamt zu expandieren. Statt Gewinne auszuschütten und zu versteuern wird ein „notleidendes“ Unternehmen gekauft. Der hochbezahlte Manager des fremden Unternehmens ist jetzt „Untergebener“ des kaufenden Betriebes. Niemand wird jetzt auf die Idee kommen, eine Gehaltserhöhung des „Chefs“ zu verweigern – welcher Boss verdient schon weniger als die ihm unterstellten Führungskräfte. Selbst wenn das Geschäft nicht erfolgreich verläuft und das fremde Unternehmen nach einigen Jahren mit Riesenverlusten wieder abgestoßen werden muss – die neue Gehaltsstruktur steht. Und zwar für eine ganze Branche. Was kann man dagegen machen? Es sollte ein Maximum-Lohn-Gesetz definiert werden. Ein Manger sollte nicht in der Lage sein, in einem Jahr soviel zu verdienen, dass er und seine Nachkommen über Jahrzehnte allein von den Zinsen leben können. Das Maximum-Lohn-Gesetz sollte beinhalten: Ein ordentliches festes Grundgehalt, zusätzliche jährliche Bonuszahlung, die über Jahresgewinn, Zahl der beschäftigten Mitarbeiter, deren Einkommen und Geschäftsentwicklung über 5 Jahre festgelegt werden. Die einzelnen Positionen erhalten eine Gewichtung und zwar wie folgt: Beschäftigtenzahl im Unternehmen 50 Punkte deren Einkommen 10 Punkte, Jahresgewinn 10 Punkte, Geschäftsentwicklung über 5 Jahre 30 Punkte. Jetzt sollte der Manger den Anreiz haben:

a) Gewinne zu erwirtschaften, die zu einer gerechten Besteuerung führen,

b) möglichst viele Mitarbeiter zu beschäftigen, 

c) diese gut zu bezahlen (ebenfalls ergebnisabhängig – schließlich tragen alle zum Erfolg bei),

d) über Jahre gute Arbeit zu leisten.

 

Die Möglichkeit der „feindlichen Übernahme“ eines solchen Betriebes wird gesetzlich ausgeschlossen, damit „Heuschrecken“ das System nicht gefährden können.

10.2008: VW Betriebsrat

Sehr erstaunt war ich über die Äußerungen des Betriebsrates von VW auf der Titelseite der OZ. Seine Auffassung kommt mir sehr weltfremd vor. Wenn es regnet (Finanzkrise), dann regenet es auf alle Dächer. Also auch auf das Dach des VW-Konzerns. Selbst wenn man dort die weltbesten Autos hätte, wird dies die Kauflust der Bürger, die von allen Seiten gemolken werden, wohl kaum anregen. Für absolut unhaltbar halte ich die Aussage, ein „Passat-Käufer“ würde sich für einen „Golf“ entscheiden. Wer sich aus finanziellen Gründen keinen „Passat“ kauft, der steigt auf ein anderes preisgünstigeres Fahrzeug der gleichen Klasse um – zumal er dies sogar vom gleichen Konzern (jedoch nicht aus deutscher Fertigung) erhalten kann.   

11.2008: Wenn schon – denn schon!

Die überflüssige Diskussion wegen der Umbenennung der Kaserne in Leer gehört für mich in den Bereich der Schildbürgerstreiche – als ob wir keine anderen Sorgen hätten. Wäre ich Standortältester, hieße die Kaserne ab morgen „Unterkunft für Soldaten, die momentan nicht im Kriegseinsatz sind“ – oder irgendwie anders. Wenn man denn über zweifelhafte Namen diskutiert, so muss man alles in Frage stellen. Einige Beispiele: Leda: Geht nicht – siehe griechische Mythologie (was da los war, darf man in einer Zeitung gar nicht schreiben). Ubbo-Emmius: Hat vermutlich seine Schüler(innen) geprügelt – war damals völlig in Ordnung. Straßen nach Politikern benennen: Geht überhaupt nicht – viele haben viel „Dreck am Stecken“ oder waren aufgrund ihres Lebenswandels keine Vorbilder. Reuter: Ehemals führendes KPD-Mitglied, zweifelhafte Vergangenheit. Brandt: Hatte einen DDR-Spion in seinem Team, dieser hätte aufgrund seiner Vergangenheit und seines Auftrages eine Kaserne gar nicht betreten dürfen. So könnte man die Reihe beliebig fortsetzen: Alles, was Adolf im Namen trägt --- geht nicht, überall lässt sich ein Bezug zu einem negativen Ereignis, einem Verbrechen oder sonst etwas herleiten. Mein Appell an die gewählten Volksvertreter: Bitte aufwachen! Wir sind mitten in einer Rezession mit erschreckenden Folgen, über die sich die Politiker auf ihren warmen Stühlen keine Gedanken machen, sondern sich mit absolut überflüssigen Debatten und Machtgerangel beschäftigen. Wozu gibt es Mandate, wenn die Demokratie in der Partei endet – siehe hierzu Parteiausschlussverfahren demokratisch gewählter Abgeordneter, weil sie der Diktatur der Partei nicht folgen – armes Deutschland! Ich möchte lieber lesen: „XY setzt sich für Hartz4-Empfänger ein“ – oder: „Dank des Einsatzes der Politiker wurde die Zahlung von Sozialhilfe für tausende Mitbürger überflüssig.“ Es tut mir wirklich leid, aber ich könnte, aufgrund der Verhältnisse in Deutschland, nicht lächelnd in eine Kamera schauen oder mich mit Unsinn beschäftigen.

01.2009: Leben wir jetzt in „Schilda“???

Mit Entsetzen stellt man immer wieder die Leichtgläubigkeit unserer gewählten Repräsentanten fest. Ein pompöser Auftritt mit vielen Architekten und Fachleuten kostet wenig und verwirrt unsere „Spezialisten“, die daraufhin sinnlos Steuergelder verprassen. Man mag ja gegen Gerd Koch oder die AWG sagen, was man will - aber mit dem Hinweis auf die negative Bilanz der Columbia Deutschland GmbH (ein Unternehmen der „Schoeller Holdings Ltd. mit Sitz in Zypern) behalten er und seine Mitstreiter recht. Ich dachte, dass nach dem Bekanntwerden dieser Bilanz auch dem letzten klar wäre, was ein Investor oder Betreiber wie diese Unternehmensgruppe mit einem Hotelbau am Hafen bezweckt. Leider – weit gefehlt! Die Firma aus Hamburg betreibt bereits einige Hotels –  kein einziges in der Gewinnzone - diese Organisation ist schlicht und ergreifend pleite. Siehe dazu auch www.ebundesanzeiger.de.  Der/die Wirtschaftsprüfer weisen im Abschlussbericht zur Bilanz von 2006 darauf hin, dass eine Überschuldung vorliegt. Zitat aus dem Prüfingsbericht des Wirtschaftsprüfers: „Durch das weiterhin ausgewiesene negative Eigenkapital ist die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Jedoch sind für die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfangreiche Rangrücktrittserklärungen erstellt worden. Diese Rangrücktrittserklärungen sind so formuliert worden, dass die insolvenzrechtliche Überschuldung vermieden wird.“ Aha: Ein Insolvenzverfahren konnte also nur vermieden werden, weil der/die Hauptgläubiger (gleichzeitig Hauptgesellschafter) „Rangrücktrittserklärungen“ abgegeben haben. Was bedeutet das? Nun – es ist ganz einfach: Die Gläubiger verzichten so lange auf ihre Ansprüche, bis wieder Geld in die Kassen sprudelt. So lange werden die Schulden als Ersatz des Eigenkapitals betrachtet. Dann werden selbstverständlich diese Forderungen – rund 5,3 Mio. € - geltend gemacht und Kapital aus der Firma abgezogen. Die Dummen sind dann die gutgläubigen Investoren und Auftraggeber. Die Pleitegeier sind also auf der Suche nach Investoren, Kunden und Kapitalgebern. Was liegt denn näher, als sich nach „Schilda“ (Leer) zu begeben (anscheinend dem einzigen Ort in Deutschland, wo man überhaupt nichts mitbekommt und lernt) und die Provinzler über den Tisch zu ziehen. Die Erfahrung lehrt, dass man mit den Leeranern alles machen kann: Sinnlose Geldverschwendung bei Verkehrs- und sonstigen Gutachten, Wasserrinnen, Brücken, Hafen-Baggerungen, Feuerwehr- und Parkhäusern, unbrauchbare Industriegebiete mit Gleisanschluss – einfach alles, was das Herz der Profiteure begehrt.

Man könnte mittlerweile mehrere Bücher darüber schreiben. Wenn ein Gutachter aus Dortmund sagt, man müsse einen Looping in die Bremer Straße bauen - ich denke wir würden ihn bekommen. Selten hat man eine solche Stadt gesehen, die sich derart an der Nase herumführen lässt. Die Devise lautet anscheinend: „Hauptsache teuer – Hauptsache nicht aus der Region – Hauptsache Unfug"! Soll man lachen oder weinen?  Kann man mit den Bürgern aus „Schilda“ (Leer) einfach alles machen? Wo liegt die Schmerzgrenze? Ich denke, sie ist erreicht!  Man muss sich schämen, in Leer zu wohnen.

 

01.2009: Hafenbahn : „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“

Da ist es wieder so weit! Ein neues Gutachten ist da! Eine neue Hafenbahn muss her! Laut Gutachten einer Hannoveraner Firma wird der Spaß uns 5 Millionen Euro kosten. Die Notwendigkeit und der betriebswirtschaftliche Nutzen dieser Bahn wurden da wohl nicht beurteilt. Warum haben andere Häfen keinen Bahnanschluss mehr? Weil es sich einfach nicht rechnet. Man kommt sich vor, wie bei Modellbauern, die liebevoll Ihre Stadt umgestalten: Altersruhesitze und Hotels am Handelshafen, Industrie- und Arbeitsplätze raus aus dem Gebiet und eine niedliche Museumsbahn, auf der ab und zu ein Zug verkehrt.Motivation: Erhaltung eines „Alleinstellungsmerkmales“ – Aufpeppen von Bilanzsummen und damit vermutlich einhergehende Gehaltserhöhungen bei der AÖR (Anstalt öffentlichen Rechts).   Aufgrund der stark rückläufigen Umschlagszahlen im Leeraner Hafen ist ein solches Millionenprojekt (-grab?) eher zurückhaltend zu beurteilen. So gingen die Zahlen seit 2003 um fast 70% zurück. Wie viele Güter tatsächlich auf die Schiene umgeschlagen wurden ist mir derzeit nicht bekannt. Sie werden mit Sicherheit nicht eine solche Investition rechtfertigen. Für das Geld könnten Millionen LKW-Kilometer gefahren werden. Vermutlich geht es auch eher um das „Abgreifen“ von Fördermitteln, die der Region zu Gute kommen sollen. Damit einher geht eine steigende Neuverschuldung aufgrund der zu erbringenden Eigenmittel, die dem Bürger wieder aufgelastet wird. Ich denke, wenn man schon etwas für Leer tun will, sollte man sich anderen, sinnvollen Projekten zuwenden, die allen dienen und nicht nur der Profilierungssucht einiger weniger. – „Schönen Tach noch“ !

01.2009: Gasversorgung in Deutschland ist gewährleistet?

Die Energieversorger und die Politiker beteuern in der letzten Zeit immer wieder, dass die Versorgung mit Erdgas für Deutschland  (zumindest für diesen Winter) aufgrund der gefüllten Speicher gesichert sei. Nun, das mag zwar stimmen, aber man darf davon ausgehen, dass die Politik der in – und ausländischen Monopolisten auf eine erneute Preissteigerung zielt. Bis wir in Deutschland selbst (Bio)-Gas in ausreichender Menge kostengünstig in das Netz einspeisen können, werden noch Jahre ins Land gehen. Die Fragen lauten: Wie lange wollen die Verbraucher sich noch an der Nase herumführen lassen? Wann werden wir endlich Abstand von dieser vorsintflutlichen Technik nehmen? Man benötigt kein Feuer mit 1.000° C, um das Duschwasser auf 37,5° C oder einen Raum auf  22° C aufzuheizen! Man „lutscht“ jetzt noch einige Jahre die Verbraucher aus, um die Kosten für die Erdgasnetze herauszubekommen und Millionen zu scheffeln, die im Ausland steuergünstig „verpulvert“ werden. Wer zweifelt denn daran, dass die Versorgung mit Gas oder anderen fossilen Brennstoffen immer teurer wird? Das letzte, was wir brauchen, sind neue Pipelines – egal von woher! Dies würde eine weitere Bindung an die Steinzeittechnik und die Monopolisten bedeuten. Der richtige Weg führt über Energie sparen, Niedrigenergie- zu Passiv- oder Plus-Energiehäusern. Schon heute lässt sich jeder Altbau auch mit einer Wärmepumpe mit Heizenergie versorgen. Dies stimmt tatsächlich – es ist lediglich eine Frage von Dämmung oder der Größe der Heizflächen. Der Vorteil dabei ist: Den benötigten Strom dazu können wir auch im eigenen Land aus regenerativen Quellen produzieren. Also: Weg von der Globalisierung im Energiesektor – die Grundbedürfnisse des Bürgers müssen vom eigenen Land gedeckt und gesichert werden.

01.2009: Warum sich Ostfriesenwitze so hartnäckig halten

Als ich mich vor vielen Jahren „in die Welt aufmachte“, hatte ich darunter zu leiden, dass in fast allen Regionen Deutschlands und Europas meine Geburt in Ostfriesland mitleidig belächelt wurde. Das lag zu einem großen Teil daran, dass man sich Witze über uns erzählte und in den Medien Menschen aus unserer Region negativ und als „rückständig“ dargestellt wurden. Das änderte sich im Laufe der Jahre, als dann Ostfriesen „auf den Markt“ kamen, die der Region ein neues Image verliehen und man zu dem Schluss kam: „So dämlich sind die Leute da gar nicht!“ Mein Dank gilt zum Beispiel dem Emder „Otto“, der seine Herkunft nie verleugnet hat und wahrlich nicht als dummer Ostfriese dargestellt wird. Von den Erfolgen vieler Firmen aus unserer Region ganz zu schweigen.

Nun wird das alles „ad absurdum“ geführt. Ich sehe folgende Schlagzeilen in der Presse: Emskanal genehmigt – Ostfriesen bauen Jahrtausendprojekt – die Tiefe des Kanals wird 200 Meter betragen, weil die Meyer-Werft in den U-Boot-Bau einsteigt! Enteignete Landwirte finden Beschäftigung als Berater in Rumänien! „Rest-Bauern“ am Kanal erhalten Fördermittel – Traktoren schaffen die Steigungen an den neuen Brücken nicht! Neues Biotop zwischen Kanal und Ems – einzigartiges Naturschauspiel! Aber nun mal ganz ernsthaft: Was soll diese Diskussion um den Kanal? Die Situation ist doch folgende: Der Kreuzfahrtmarkt wird stagnieren, weil bis zur Fertigstellung des Kanals (erfahrungsgemäß wird es wohl mindestens 2 Jahre länger dauern, als geplant) weltweit so viele neue Luxusdampfer gebaut werden, wie nie zuvor. Auch wird sich die Größe künftiger Schiffe in diesem Segment ändern – sie werden eher wieder kleiner, als größer. Das liegt daran, dass die Kunden der Massenabfertigung auf diesen Megaschiffen überdrüssig werden und eine Rückkehr zur Qualität und Exklusivität einer solchen Reise, die sich nur noch wenige in Zukunft leisten können, gewünscht wird. Weiterhin haben große Kreuzfahrer auch schon heute Probleme, alle Wunschhäfen anzulaufen und müssen teilweise vor der Küste ankern. Meine Bitte: Stampft dieses unsinnige Projekt ein und kümmert euch wieder um das Tagesgeschäft, liebe Leute. Es gibt viel zu tun – verplempert die Zeit nicht!

02.2009: AEntG - Ein Schelm, der Böses dabei denkt

Am 22.01.09 wurde Frau Gitta Connemann im Plenum des Bundestages aktiv. In ihrem Redebeitrag stimmte sie den Änderungen des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) und dem Ersten Mindestarbeitsbedingungen-Änderungsgesetz (1.MiArbGÄndG) nicht zu. Recht hat sie! Denn, wer glaubt, eines dieser Gesetze diene dem Schutz von Arbeitnehmern, der sieht sich getäuscht. Die Tarifautonomie ist künftig unterwandert – und neue oder geänderte „Polizeigesetze“ sind in Kraft getreten. Selbstverständlich soll sich Arbeit lohnen und auch so viel Geld gezahlt werden, dass man davon leben und auch noch der obligatorischen Pflicht, seine Altersvorsorge selbst aufbauen zu müssen, nachkommen kann. Das will auch Gitta Connemann. Nur nicht über diese beiden Gesetze. Diese dienen nämlich anderen. Seit Jahrzehnten können Tarifverträge für „allgemein verbindlich“ erklärt werden und gelten dann auch überregional – das gibt es schon für fast 500 Tarifverträge. Das MiAG war wohl seit 1952 (vermutlich wegen Nichtbrauchens“) in der Versenkung verschwunden. Das AEntG (ab 01.03.1996) wurde so oft und so schnell geändert, dass man mit dem Lesen nicht mehr nachkam. Angeblich dient(e) es dem Schutz deutscher Firmen und Arbeitnehmern des Baugewerbes. Seit 1995 ist die Beschäftigung in den Baubetrieben (ü. 20 AN) um fast 70 % (von ca. 980.000 auf weniger als 320.000 AN) zurückgegangen. (Quelle: Stat. Bundesamt). Der Schutz der Bauarbeiter hat also nicht funktioniert. Wer profitiert nun von diesem Gesetz? In erster Linie die ausländischen Arbeitnehmer, die aufgrund des für sie geltenden (deutschen) Mindestlohnes netto wesentlich mehr Geld in der Tasche behalten, als die deutschen Kollegen, die gleiche oder bessere Arbeit leisten. Zusätzlich profitiert der Zoll, der die (seit dem „Schengen-Abkommen“ von Arbeitslosigkeit bedrohten) Mitarbeiter auf die Betriebe hetzt.  6.500 Zöllner machen Jagd und kommen schwer bewaffnet auf die Baustellen. Um sich die Sache noch einfacher zu machen, wurde die „Durchgriffshaftung“ auf die (deutschen) Auftraggeber eingeführt. Sollte der ausländische Subunternehmer gegen irgendeine der unzähligen Bestimmungen verstoßen, trifft es das deutsche Unternehmen mit aller Härte. So wurde z.B. verlangt, dass auf einer Autobahnbaustelle eine Postleitzahl angegeben werden sollte – die Autobahn-Nr,, Fahrtrichtung und die KM-Angabe reichten nicht aus. Pech für den Zoll: Autobahnen haben gar keine Postleitzahlen. Weil ein Mitarbeiter einen doppelten Vornamen hatte, kam es zu einem Verfahren vor einem Amtsgericht – angeblich wären 2 Mitarbeiter tätig gewesen. Die Reihe läßt sich beliebig fortsetzen. Unzählige Verfahren wurden „qualifiziert“ abgeschlossen – d.h., sie führten zu hohen Bußgeldern. Den größten Profit strich allerdings die deutsche Urlaubsausgleichkasse in Wiesbaden ein. Denn nach laufenden Änderungen des Gesetzes waren die ausländischen Unternehmen plötzlich bei der deutschen Kasse beitragspflichtig. Seit Jahren weist die ULAK in Ihrer Bilanz Rückstellungen für Urlaubsgelder ausländischer Arbeitnehmer in Höhe von über 51. Mio. Euro aus, die den ausländischen Firmen oder deren Mitarbeiter gehören. Eine Auszahlung ist zweifelhaft. Nun – so konnte zumindest in Wiesbaden eine neue Aktiengesellschaft entstehen. Solche Vorgehensweisen schaden der Wirtschaft, dem Ruf Deutschlands im Ausland und dem Auftagsvolumen unserer Firmen in der EU. Dies alles unter dem „Deckmäntelchen“ des Arbeitnehmerschutzes zu verstecken ist eine sehr zweifelhafte Vorgehensweise.

01.2009: Zum Thema: Mindestlohn

Gefeiert wird überall, einen Mindestlohn einzuführen. Grundsätzlich ist der Gedanke nicht schlecht. Endlich einmal gerechter Lohn für die Arbeit! Das wäre doch toll! Besonders für die Arbeitnehmer in Deutschland! Doch – was  zeigt die Erfahrung? Der Mindestlohn ist eine „Erfindung“ der Politiker – und deren Berater. Er ist definiert über einige „Polizeigesetze“, die nichts weiter, als die Schikane in- und ausländischer Unternehmen bewirken. Warum? Die Gesetze über einen Mindestlohn im Ausland bewirken lediglich eine Annahme, zu welchem Lohn ein(e) Mitarbeiter(in) nicht mehr beschäftigt werden darf. Profit haben dabei die angeblichen Sozialversicherungsträger (wie z.B. die ULAK –Urlaubskasse des Baugewerbes) und die ausländischen Unternehmen – auch deutsche, die im Ausland Filialen eröffnen. So lachen z.B. portugiesische Arbeitnehmer darüber, dass sie in Deutschland (netto) mehr verdienen als ihre deutschen Kollegen. Und – das ist kein Spass – das AEntG sorgt dafür – mit deutscher Gründlichkeit. Schon Boris Becker ist über seine Auslandseinkünfte gestolpert – er war wohl nicht in der Lage, zu erklären, er sei mehr als die Hälfte des Jahres mit seinen Einkünften im Ausland beschäftigt gewesen …… dumm von ihm, dem Gericht nicht zu beweisen, wie viele Turniere er mit welchem Zeitaufwand im Ausland bestritten hat,  

  02.2009: Netter Versuch

Für die hohen Wasserkosten (es ist ja nicht nur der Kubikmeterpreis sondern auch die Grundgebühr) in Leer werden die Betriebskosten und das ältere Leitungsnetz verantwortlich gemacht. Das kann man so nicht gelten lassen. Jeder Betrieb – auch jeder Versorger plant ein, dass sein Wasserversorgungssystem nicht für die Ewigkeit gebaut ist und nach Jahren oder Jahrzehnten Reparaturen und Neuanschaffungen fällig werden. Dazu werden Teile der Erlöse, die erzielt werden, für diese Zwecke zurückgestellt (angespart). Man nennt das auch AfA (Abschreibung für Abnutzung). Im Gegensatz zu den meisten Kommunen nutzen wir in Leer den Wasserturm auch nach über 80 Jahren noch – es müssten also aus diesen 8 Jahrzehnten entsprechende Rückstellungen da sein. Ich habe nichts gegen den Wasserturm – schließlich ist er unser Wahrzeichen – nur, eine technisch logische Erklärung dafür, dass er tatsächlich für die Wasserversorgung benötigt wird, gibt es nicht mehr. Jedes Wasserwerk verfügt über Pumpen, die den Druck im System halten und auf die Druckschwankungen im Netz reagieren. Nur noch sehr selten werden Wassertürme neu errichtet. Die „alten“ Wassertürme – wenn sie denn nicht abgerissen oder gesprengt werden (siehe Heisfelde) gehen in einen „Schnäppchenmarkt“ und konnten in der Vergangenheit teilweise für den symbolischen Betrag von 1,- Mark (Gott habe sie selig) oder 1,- € erworben werden, damit sie von privaten Investoren erhalten werden – wenn sie denn erhaltungswürdig sind. Vermutlich wird der Wasserturm mit den anstehenden Sanierungen das nächste „Fass ohne Boden“ in Leer. Übrigens, noch zum Thema Synergieeffekt: Zu einem solchen Effekt wäre es bestimmt gekommen, wenn man sich mit den umliegenden Wasserversorgungsverbänden zusammengeschlossen hätte – die Preise zeigen, dass andere es besser können.

07.2009: Konjukturprogramme ………… Wie dumm sind wir ?

Hunderte von Milliarden wurden bereitgestellt ….. Bundesregierung unterstützt deutsche Wirtschaft. Immer wieder hört man über die Unterstützung der Wirtschaft oder des Verbrauchers. Die Fakten sehen allerdings völlig anders aus: Verzicht auf Mehrwertsteuer beim Autokauf bis ca. 13.200,- € (Abwrackprämie) : ja – aber nur für Privatleute – keine Firmen, günstiger Kredit für mittelständisches Unternehmen oder Verbraucher: Nein – danke! Umschuldung für langfristige Kredite des Verbrauchers: Nein – danke! Neue Kredite, um die Wirtschaft anzukurbeln: Nein! Sie glauben also tatsächlich,  die Unterstützung der Banken durch die  Bundesregierung diene der Wirtschaft oder den betroffenen Anlegern ? Nein – weit gefehlt !!! Versuchen Sie einmal einen Kredit oder eine Umschuldung auf neue Konditionen zu bekommen – keine Chance!  Die finanzielle Hilfe der Bundesregierung dient ausschließlich dem Verhindern einer Revolution und dem Aufstand der Massen! Was würde passieren, wenn man dem Sparer mit seinen bescheidenen Anlagen erzählt, das sein Geld sich in „Luft“ aufgelöst hat? Billionen sind durch Privatpersonen angelegt – jetzt plötzlich der Verlust. Früher – man denkt mit Wehmut zurück – waren die Ersparnisse der Deutschen ebenso hoch wie die Schulden der Regierung. Was wäre passiert, wenn man „reinen Wein“ eingeschenkt hätte? Die Anleger (Privatpersonen und Betriebe) hätten versucht, ihr Geld zu retten und es bei den Kreditinstituten abzuheben. Forderungen in Billionenhöhe wären plötzlich auf die Kreditinstitute zugekommen. Diese Forderungen hätten nie bedient werden können. Nun schläfert man den Bürger wieder ein – über Bürgschaften, die der Staat nicht (oder wieder nur über Besteuerung und  das (versteuerte) Vermögen der Bürger) einhalten kann. Aber – warum? Der Bürger ist dämlich und schläfrig wie nie.  Während Milliarden (Zur Erinnerung: Das sind pro Milliarde  1.000.000.000,- Euro) in die Kassen der Verschwender und Zocker gespült werden, zieht der strebsame und arbeitswillige Verbraucher „Den Kurzen von 2 Strohhalmen“ und muss mit einem Verlust aus mehrfach versteuertem Geld leben. Armes Deutschland! Abgezockt von unsicheren Anlagen und den Verbindungen zu ausländischen Institituten sind die  chaotischen Zocker schon wieder einmal ohne Verlust „davongekommen“. Die Frage ist: Wie dämlich bleiben wir und wie lange lassen wir uns das gefallen? Glauben Sie bloß nicht, das Geld sei „weg“ oder „verloren“ – das geht gar nicht – es befindet sich lediglich in der Hand anderer Zocker – Geld, welches gedruckt und bewegt wurde, ist niemals „weg“. Wer stoppt jetzt diese Leute? Keiner? Es scheint alles über Erpressung und Auftragsvergabe zu funktionieren – wirklich armes korruptes Deutschland“. Wohin soll das führen? Was ist Deutschland? Ein Verein, den einige Parteien und Personen rücksichtslos in den Ruin wirtschaften?

04. 2010: Immer wieder – neue Dämpfer

Nach einem Besuch im Ausland – ich war südlich des Äquators, in Afrika, musste ich mir anhören, dass unser Außenminister (wörtliches Zitat ) „mit seiner Tussi“ international unterwegs ist. Und ob wir Deutschen nicht den Verstand verloren hätten. Seit nicht einmal mehr unsere Nachbar- und Urlaubsländer beim  „Eurovision Song Contest“ für uns stimmen, sollte man eigentlich wissen, woher der Wind weht.  Blamage auf der ganzen Linie. Wir haben eigentlich alles verloren, was uns früher einmal ausgezeichnet hat – selbst den Rang als „Exportweltmeister“. Geld verloren bei der Bankenkrise? Lächerlich! Das Geld haben jetzt andere - nur der redliche Sparer schaut in die Röhre! Aber - das Elend fängt in unserer Region an – Filz, wohin man sieht. Projekte, die entweder zu teuer oder von vornherein dem Untergang geweiht sind. Egal, welche Politiker man nimmt – Unkenntnis und mangelnder Sachverstand machen sich breit – unterstützt von überregionalen „Beratern“, die uns auch noch zusätzlich „abzocken“.

Da alle „ihren Senf“ dazugeben, jetzt die Musterlösungen: Die Ems fließt zu schnell: Na super! – Nehmen wir doch ihre Kraft zum Gewinnen von Energie.Sie wird gebremst, transportiert weniger Schlick, der Wasserstand zur Überführung von Luxuslinern steigt und der Strom (elektrische Energie), der gewonnnen wird, kommt allen zu Gute. Weiterhin entfällt der Emskanal  – ersatzlos!

Ein Einkaufszentrum in Leer: Na – klar! Nutzen wir doch einmal probeweise das leerstehende Parkhaus dafür! Dort steht viel ungenutzte Fläche zur Verfügung. Wenn die Sparkasse und einige Dauermieter nicht wären, was dann? Ein Paradies für Geschäftsflächen – oder? Abgesehen davon, sollen bestimmte Bande zwischen Mitgliedern des Landkreises, der Stadt Leer und den Planern des ECE existieren – so pfeifen es zumindest die Spatzen von den Dächern. Ich habe das leider noch nicht überprüfen können, bin aber für Hinweise dankbar.

Energie und Kosten sparen in Leer: Ein Witz! Wir wissen mittlerweile aus der Presse, was die Kühlschränke im Rathaus verbrauchen – die Schüler an allen Schulen duschen aber immer noch mit viel zu viel Wasser und Energie. Während im Umfeld fast alle Kommunen etwas gegen den erhöhten Wasserverbrauch unternommen haben, schläft man in Leer weiter. Das liegt wohl auch an der „Anstalt öffentlichen Rechts“, der man die Gewinne nicht „abgraben“ will. Diese wurde ja bekanntlich „ausgelagert“, um die Schuldensituation der Stadt zu „verbessern“.

Mittel abschöpfen und Geld „verpulvern“ ist die Devise – egal, mit welcher Situation unsere Nachkommen auskommen müssen. Wenn Geld vom Bund oder vom Land da ist – ausgeben – das ist wichtig! Auch wenn dabei Zufahrtsstraßen zu Krankenhäusern (natürlich in der Innenstadt) „zurückgebaut“ werden. Einen Aufschrei wird es erst geben, wenn ein Politiker nicht rechtzeitig das Krankenhaus erreicht hat. Der Gipfel war doch die Wechsellichtzeichenanlage (Ampel) beim Krankenhaus – als ob ein Autofahrer auf die Idee käme, ein Fahrzeug mit Blaulicht (im Einsatz) nicht vorzulassen! Wie weit sollen diese „Spielchen“ denn noch gehen?  Andere, vorbildliche Kommunen, bauen Schulden ab – bei uns kostet alles, was die Kommune plant, das 2 - 10 fache  des geplanten Budgets – siehe Feuerwehrgebäude, Hafen, Gewerbegebiete und vieles mehr – wann ist Schluss damit? Man könnte – leider – die Reihe beliebig fortsetzen und Bücher damit füllen.

Mein Appell an die Verantwortlichen: Kommt endlich zur Vernunft!

05.2010: Immer noch kein Abschied von den Steinzeitmethoden

Da hat man sich ja gerade die Richtigen ausgesucht! Mit Geld, das die Verbraucher den Energieversorgern zur Verfügung stellen, werden jetzt die klammen Gemeinden unter Druck gesetzt. Statt sich endlich von vorsintflutlichen Methoden zu verabschieden, versuchen die Konzerne weiter Geld zu scheffeln. Kein Mensch weiß, was passiert, wenn wir etwas in die Erde pumpen, was dort nicht hingehört. Die Folgen sind nicht abzusehen. Bei allen Untertagebauten stieß die Menschheit stets auf unkalkulierbare Risiken. Und - nicht vergessen: Die Erde lebt und sie bewegt sich! Mag sein, dass wir in Deutschland (noch) kein besonders erdbebengefährdetes Gebiet sind - aber wer gibt die Garantie, das es so bleibt? Die Manager, vermutlich kinderlos, denken nur an den Profit. Es gibt genügend andere Lösungsmöglichkeiten. Mit einem Bruchteil der Gewinne dieser Konzerne könnte man tausende von Haushalten völlig unabhängig von den Stromlieferanten machen. Aber das ist es ja wohl..... wir sollen von anderen abhängig bleiben - koste es, was es wolle.

05.2010: Moormerland rüstet Straßenleuchten um

Da müssen wohl einige Zahlen durcheinandergeraten sein, sonst ist das nicht zu erklären. Mit einer Investition von 72 000 Euro sollen in 15 Jahren lächerliche 61 000 kWh eingespart werden? Bei Kosten von einer Lampe von rund 295 Euro komme ich bei einer täglichen Einschaltzeit von nur sieben Stunden und einem Strompreis von 20 Cent je kWh ? ich denke, die Gemeinde Moormerland zahlt weniger ? auf eine Amortisationszeit (Strompreiserhöhungen nicht berücksichtigt) von fast 90 Jahren.

Eine Lampe, die dieses biblische Alter mit Sicherheit nicht erreichen wird, spart also gerade mal knapp über drei Euro im Jahr ein? Na denn ? Gute Nacht.

06.2010: Leuchtendes Beispiel? Norderney stellt Lampen mit neuester LED-Technik auf.

Ich finde es immer wieder erwähnenswert, wenn sich gerade die Kommunen bemühen, Geld einzusparen. Was nicht so gut ankommt, ist das „wilde“ Jonglieren mit Zahlen. Wie schon Churchill, oder wer auch immer sagte,: „Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ – oder so ähnlich? Immerhin schafft es die Kommune Norderney, den Stromverbrauch für Teile der Straßenbeleuchtung um fast 80% zu reduzieren – sehr lobenswert! Zweifelhaft bleibt die lange Einschaltdauer von fast 11 Stunden täglich im Jahresmittel. Während andere Kommunen mit deutlich weniger Einschaltzeiten auskommen, werden auf der Insel täglich (Jahresmittel) fast 11 Stunden die Beleuchtungen eingeschaltet. Dieser Wert schlägt andere Kommunen um Längen. Trotzdem amortisieren sich die Lampen (Leuchtmittel) nach knapp 8 Jahren – so hoffen wir. Zweifelhaft bleiben die Anschaffungskosten und die Einschaltzeiten.. Damit sollte man einfach keine  Werbung betreiben. Überlegt einmal, ob alle Bürger so dämlich sind, sich von allen Zahlen blenden zu lassen. Extrem ist die Ansicht, alle Bürger seien dämlich und die Veröffentlichung der Zahlen seien Gesetz! Von  der Gemeinde Moormeröand ( bei der Sanierung von … Leuchten kam keine Antwort. - warum? Der Bürger möge sich bitte seine eigene Meinung bilden.

Juli 2010: Ein schönes Beispiel zum Parkinsonschen Gesetz oder wie sich das Zentrum für Arbeit selbst beschäftigt

Wie ein Hilferuf wirkt für mich eine neue Stellenausschreibung (Juli 2010) des Zentrums für Arbeit in Leer: „Wir wissen nicht genau warum wir wann und für wen womit arbeiten, daher benötigen wir eine Person, die eigenständig Kennzahlen entwickelt, um diesen Prozess messbar zu machen“. Eine Besonderheit solcher Einstellungen ist, dass oft der Anteil des Personals in diesen Arbeitsbereichen steigt, während für die eigentlichen Kernaufgaben Personaleinstellungen stagnieren oder sinken. Nachdem sich der Landkreis den nicht uninteressanten Etat für das Zentrum für Arbeit „an Land gezogen hat“, wächst auch diese Institution ohne wesentliche Auswirkungen auf das Kerngeschäft. Immer mehr Personal (Intergrationsberater, Demographielotsen, Controller, Teamleiter u.v.m.)  beschäftigen sich mit der Leitung und dem Ausbau Ihrer Abteilungen. Wenn man wirklich etwas tun wollte, könnte man besser die Hilfebedürftigen (Kunden?) und die Arbeitgeber fragen und sich dann intensiver mit den Vermittlungen in Vollzeitarbeit beschäftigen. Stattdessen wird in Kürze System entwickelt sein, bei dem die Vermittler monatlich ihre, mit fadenscheinigen Zahlen aufbereiteten, Statistiken vorgelegt bekommen. Diese werden dann, anstatt qualitativ hochwertige und zeitintensive Vermittlungen durchzuführen, darum kämpfen müssen, in der Auswertung einen „vernünftigen“ Platz zu erreichen. Mit der Hilfe für die Arbeitslosen und dem Schlagwort „Fördern und Fordern“ hat das nichts zu tun. Im übrigen gibt es bereits seit 2006 den  „Bericht 2006 der Bundesregierung zur Wirksamkeit moderner Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (204 Seiten)“ und „Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission l 1a Neuausrichtung der Vermittlungsprozesse (556 Seiten).“ Dort kann man schon alles wesentliche nachlesen. Wirklich hilfreich sind diese Papiere aber ebenso wenig wie die Einführung eines Meßverfahrens für Angestellte anhand eines Kennzahlensystems. Das liegt einfach daran, das nur ein Arbeitsplatz – nämlich bei der Behörde – geschaffen wurde. Das Zentrum für Arbeit muss folglich noch über 6.000 Stellen schaffen, die aus dem „Kundenpool“ besetzt werden könnten – aber dann hätte man sich selbst wegrationalisiert und das Spiel beginnt von vorn.

09. 2010: Den Klimasündern in Deutschland auf der Spur:

Einige Zahlen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte:

In Deutschland sind über 50,2 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Die Statistik spricht davon, das jedes einzelne Fahrzeug ca. 90 Kilometer täglich bewegt wird (Im Schnitt ca. 33.000 km/jährlich) . Ein Verbrennungsmotor (Benzin) hat einen Wirkungsgrad von lediglich 25% (Diesel 33%). Das bedeutet, dass nur ein Viertel der eingesetzten Energie in „Bewegung“ umgewandelt wird. Der Einfachheit  wird angenommen, wir hätten nur „Benzinfahrzeuge“ mit einem Verbrauch von 9 Litern/100 km.. Das heißt, dass 75 % in Wärme umgewandelt werden. Folglich wird beim Betrieb der  Fahrzeuge, die mit Verbrennungsmotor betrieben werden, eine Heizleistung von 643 Billionen kWh an die Umwelt abgegeben (und das nur in Deutschland!) – nicht gut für das Öko-System!. Gleichzeitig werden 165 Billionen Liter Wasser(dampf) in die Atmosphäre abgeführt, was ebenfalls zu einer erhöhten Bildung von Wolken und Klimaveränderungen führt. Mit dieser (verschwendeten) gigantischen Energie könnte man fast 429 Millionen Passivhäuser beheizen.

Meine Zahlen sind (noch) nicht wissenschaftlich überprüft – ich wünsche dem geneigten Leser viel Spaß beim Nachprüfen und hoffe, das dies auch einmal Gegenstand einer wissenschaftlich fundierten Dissertation wird. Fazit: Wir sind also seit Jahrzehnten auf einem falschen Weg! Die unendliche Gier der Konzerne und der Politiker bestimmt unseren Weg in die Katastrophe! Mobilität: Ja – aber bitte nicht zu jedem Preis! Wir haben nur eine Erde!  Sinnvolle Lösungen werden uns vorenthalten oder „vertagt“, weil sie weder Steuereinnahmen noch Profite der Manager enthalten. So bleiben wir das, was wir nicht wünschen: Ein Volk der Betrogenen! Eine Abkehr von diesem falschen Weg ist dringend notwendig!

10. 2010 EWE und kein Ende – wohin geht die Reise?

Die Entwicklung auf dem Energiesektor zeigt deutliche Parallelen zu anderen Bereichen, die ebenfalls liberalisiert werden sollten und bei denen das gründlich schief ging. Zumindest ist dies aus der Sicht der Verbraucher so zu sehen. Ein Beispiel dazu ist die Entwicklung bei den gesetzlichen Krankenkassen. Laut einer Statistik des GKV (Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen) gab es 1970 noch 1.815 GKV. 2010 waren es nach Fusionen usw. nur noch 169 GKV. Was hatte man uns versprochen? Der Versicherte sollte seine Kasse frei wählen können und davon profitieren, dass Kassenbeiträge bei den „gut funktionierenden Kassen“ niedriger sind. Was ist geblieben? Ein System mit einem „Einheitsbeitrag“ und immer mehr zusätzlichen Kosten – Unterschiede gibt es nur bei den Leistungen, die von den Kassen evtl. anders beurteilt werden. Jetzt ist der Energiesektor auf dem gleichen Weg. Fusionen an allen Stellen, man bereitet sich auf den Einheitsbrei vor. Die EWE in der Hand der Kommunen (unserer gewählten Vertreter)? Ein Träumer, der das wirklich denkt! Was schert es einen solchen Konzern, der an einigen Stellen Wachstumsraten im dreistelligen Bereich verzeichnen konnte, wenn die Verbraucher den Aufstand planen? Die Spitzenkräfte haben in den vergangenen Jahren (unter aktiver Mithilfe der Politik) so viel verdient, um sich selbst (und ihren Erben) auf Jahrzehnte ein sorgenfreies Leben zu bescheren. Selbst ein Wechsel des Anbieters (der von mir natürlich, als einziges probates Mittel des Verbrauchers, befürwortet wird) zeigt, das man eventuell doch wieder bei der Tochtergesellschaft eines Großkonzerns landet. Ich vermute, dass in Kürze die EWE oder der große Anteilseigner EnBW den Kommunen ein Angebot über die Übernahme weiterer Anteile unterbreitet. Die hoffnungslos verschuldeten öffentlichen Anteilseigner werden dies annehmen und auch diese Millionen verpulvern. Unser demokratisches System hat versagt. Keine Partei, kein Kartellamt, keine Aufsichtsbehörde die uns hilft. Wir werden weiter abgezockt! Noch haben die Deutschen viel zu viel Geld „auf der hohen Kante“ – dem muss entgegengewirkt werden. Ade - Du heile Welt! Man braucht also nur genügend Geld, um den Verbraucher zu manipulieren. So kommt es zu der unsinnigen Annahme, das Atomstrom auf Dauer billig sei. Klar, wenn man die Folgekosen nicht berücksichtigt. Alles, was in einem AKW ist, darf dort nicht wieder heraus – oder muss auf unsere Kosten „endgelagert“ werden. Funktionierende (alte) Windkraftanlagen, für die der Energieversorger nur noch 6 Cent für die Kilowattstunde zahlt, werden „repowert“ – sprich, mit neuer Technik aufgerüstet, damit sich WKA „offiziell“ nicht lohnen. Diese Beispiele gelten für alle Bereiche, in denen wir, Deutschland, mal führend waren. Die Interessen „einiger Weniger“ regieren den Markt. Wann wachen wir auf? Sind wir das Volk, von dem alle Macht des Staates ausgeht? Ein klares „NEIN“! Vermutlich wird auch das ECE in Leer gebaut, um endlich die Parkplätze im „EWE-Parkhaus“ auszulasten. Dazu werden wir verseucht mit den Informationen eines eigenen Fernsehsenders der EWE! So klein ist die Welt! Gewinne werden in überflüssige Geschäfte gesteckt, die kein Mensch braucht. Wo sind die Stimmen, die dies verhindern? Schafft Deutschland sich wirklich ab? Es werden Stimmen laut, die behaupten, dass „BRD“ ein Synonym für „Bananenrepublik Deutschland“ ist. Wohl wahr – aber damit tut man den Erzeugern unserer geliebten Südfrucht Unrecht. Fazit: Anbieterwechsel, wo immer es geht – leider scheint man auf der „anderen Seite“ auch darauf vorbereitet zu sein. Eine Beteiligung des Bürgers ist jedenfalls in keinem Falle erwünscht.

11.2010: Rätselraten nach Leukämie-Fällen

Es ist schon erstaunlich, wie man in diesem Lande verschaukelt wird. Die Großkonzerne (Atomindustrie)  stellen uns vor eine Aufgabe, die uns noch Jahrtausende beschäftigen, Volksgesundheit und riesige Geldsummen kosten wird. So wird behauptet, es sei unklar, warum sich in der Nähe des maroden Atommüll-Lagers Asse Krebserkrankungen häufen. Das gleiche Phänomen tritt auch in der Nähe der AKW´s auf. Das soll mit Radioaktivität nichts zu tun haben? Vermutlich haben die Grünen ein Programm ausgearbeitet und kranke Menschen in diese Gefahrenzonen umgesiedelt – oder woran könnte das liegen? Bekannt ist, das sich Gammastrahlung durch nichts aufhalten lässt und jede Art von Strahlung gefährlich für den Menschen ist. Es wird leichtfertig in Kauf genommen, Teile der Bevölkerung mit Strahlung zu beschießen und dann mal abzuwarten, was so alles passiert. Selbst die Schließung eines AKW stellt ein riesiges Problem dar, weil die Innereien über Jahrtausende weiterstrahlen und ein geschlossenes Kraftwerk somit auch bewacht werden muss, damit niemand mit den strahlenden Bestandteilen „Unfug“ anstellt. Addiert man dieses Gefährdungspotenzial, so werden noch viele Generationen Probleme mit dieser schlimmen Technik und ihrer Hinterlassenschaft haben. Die Kosten kann man gar nicht beziffern – es werden astronomisch hohe zahlen, die mit einem normalen Taschenrechner nicht mehr zu bearbeiten sind. Brisant: Es war zu lesen, das auf der anderen Seite des Dollart weiterhin ein neues AKW in der Planung ist. Ich hoffe, man nimmt Abstand von dieser schrecklichen Vision. Oder hilft es erst, wenn wir verseuchte Fische mit Blumenkohlgeschwüren oder Missbildungen auf den Tisch bekommen?

11.2010: EWE, die Kommunen und die Netze

Ich wage mich jetzt einmal an ein ganz anderes (zukünftiges) Szenario: Gazprom hat angekündigt, das die Großhandels-Gaspreise in den nächsten Jahren um das doppelte steigen werden. Es wird ein großes Geschrei geben und zähneknirschend werden die Haushalte zahlen oder nach Alternativen suchen. Was macht die EWE dann mit ihrem Gasnetz? Bei den Neubauten ist es nicht mehr  erforderlich, sich an das Gasnetz anschließen zu lassen – diese alte Technik ist zu teuer und unwirtschaftlich. Folglich wird der Anteil der Wärmepumpen oder anderer Alternativen in den modernen Haushalten steigen. Es gilt jetzt den Punkt auszuloten, ab wann es auch für die Altbausanierung interessant wird, den Ausstieg zu vollziehen. Technisch ist dies heute schon problemlos möglich. Was hätte dann die EWE? Ein Gasnetz, das keiner will oder benötigt! Wie schön wäre es dann (für die EWE), zu sagen, dass dieser unlukrative Unternehmensteil schon im Jahre 2012 (auf Wunsch der Kommunen) abgestoßen wurde.

Ich denke, die Manager bei den Gasversorgern reiben sich heute schon die Hände aufgrund ihrer weisen Entscheidung, den Schrott den Kommunen für viel Geld zuzuschustern. Die Kommunen und somit der Endverbraucher wird auch auf diesen Kosten sitzen bleiben. Es ist also nicht unbedenklich, ein Netz, das keine Zukunft hat, zu kaufen! Die Bürgermeister, die sich jetzt schon in verantwortlichen und gut bezahlten Positionen einer eigenen Gas-Netz-GmbH sehen, sollten dieses dringend überdenken! Beim Strom, den wir bekanntlich aus allen möglichen Quellen herstellen können, sieht diese Sache natürlich anders aus. Dort sehe ich auch in Jahrhunderten noch einen Bedarf. Es wird mit Sicherheit mehr und kleinere Netze geben, die nur im Bedarfsfalle zusammengeschaltet werden.      

12.2010: Die Ludgerischule als ökölogischen Vorreiter zu bezeichnen ist wohl etwas mehr als übertrieben.

Schließlich wird mit einer Pelletsheizung wieder auf ein System zurückgegriffen, dass  schon die Steinzeitmenschen kannten. Ein Feuer mit 1.000° C  machen, um eine Temperatur von 37,5° C (für die Duschen) oder maximal 22° C (für die Räume) zu erzeugen, ist nicht wirklich innovativ und hilft auch nicht dabei, Schadstoffbelastung für die Menschen und Schüler zu reduzieren. Während wir andere Energiequellen nutzlos verpuffen lassen wird wieder einmal auf „etwas Bekanntes“ zurückgegriffen. Ob dies umweltschädlich ist, spielt keine Rolle. Die Nutzung von Pellets zur Beheizung ist eine Möglichkeit, die mittlerweile schon wieder zu den „Steinzeitmethoden“ gehört.

Wenn es nur um die Kosten geht, führt wohl immer noch die Hackschnitzel – oder Müllverbrennung das Rennen an. Nur – das kann es wirklich nicht sein! Feuer, Abgase, Feinstaub usw. – was soll das?

Wirklich sinnvoll wäre es, z.B. die Abwassertemperaturen der Gemeinde zum Beheizen der Schule   oder Stromüberschuss zu nutzen. Ich bin dafür, dass man mit solchen „steinzeitlichen Methoden“ kein Aufsehen mehr in der Presse ermöglicht. Durch die sinnvolle Dämmung der Außenwände ist die Spreizung der Temperaturen so gering, dass man auch mit anderen Mitteln eine effektive Beheizung hätte erreichen können. Die Umwelt gibt uns Energie genug – wir nutzen sie jedoch nicht. Es gibt jedenfalls genügend Möglichkeiten ohne den Gestank und die Belastung durch eine solche vorsintflutliche Heizung auszukommen. So scheinen einige Gemeinden immer sehr schnell auf irgendwelche Züge aufzuspringen – ohne sich vorher die erforderlichen Informationen einzuholen.

02.2011: EWE - Eine Serie von Eigentoren, die kein Ende nehmen will

Zu den letzen Berichten über die EWE ist folgendes zu sagen:

  • Wenn Herrn Boekhoff die Arbeitsplätze bei der EWE so sehr am Herzen liegen, sollte er seinen höchstbezahlten Mini-Job aufgeben, das würde schon 2 oder 3 Arbeitsplätze sichern.
  • Die EWE mag es ihren Bestandskunden nicht zumuten, mit Preissenkungen Neu- und Altkunden zu locken. Diese Aussage ist überhaupt nicht zu verstehen – oder muss man dazu noch etwas sagen? Der treue Kunde soll eben weiter ausgenommen werden. Mit dieser Äußerung wird wieder deutlich, wie weit sich das Unternehmen von der Realität entfernt hat.
  • Überall im Landkreis sind bereits Glücksritter unterwegs, die den Frust der Kunden ausnutzen und Verträge mit einigen, wenigen Anbietern zur Auswahl stellen. Ob diese denn wirklich günstiger sind, ist fraglich, da nur diese Auswahl-Tarife mit (teilweise alten) EWE-Angeboten verglichen werden. Man muss also vorsichtig sein.
  • Im Bereich der gewerblichen Kunden hat sich die EWE beim Strom bereits bewegt und bietet dort bessere Preise an und belegt Plätze unter den ersten drei Versorgern.
  • Beim Gas bietet die EWE der Stadt Leer und dem Landkreis Großkundenverträge an und zeigt, dass auch in diesem Bereich Kostensenkungen möglich sind.
  • Man kann nur sagen: “Weiter so, liebe EWE, dann werden die Ergebnisse in den nächsten Jahren richtig prächtig ausfallen, besonders, weil ja auch noch Auslandsengagement, Fernsehen und andere Hobbys finanziert werden müssen.   
  • Andere Anbieter sind auch nicht so toll, wie es im ersten Moment scheint. So wird eine ständige Beobachtung des Marktes und der Preise erforderlich. Beispiel: Für einen Kunden habe ich mehr als 20 Stromlieferungsverträge zeitgleich bei einem mittlerweile zu teurem Anbieter gekündigt, nicht ohne vorher nachzufragen, ob denn noch eine Verhandlungsmöglichkeit, bei einer Abnahme von 600.000 kWh jährlich, möglich sei. Die Antwort lautete lapidar, da könne man nichts machen. Angst, gute Kunden gehen zu lassen, hat man offensichtlich nicht. Dies lässt vermuten, dass die  Konzerne sowieso alle unter einer Decke stecken und es ihnen völlig egal zu sein scheint, von wem der Kunde den Strom bezieht – er kommt ja sowieso  aus ihrer Quelle. Vermutlich wird sich die gesamte Wechselhysterie demnächst legen, weil man auf Einheitspreise (Beispiel Krankenkassen-Wechsel) abzielt.

    02.2011: Erdgas: Stadt Leer zahlt künftig weniger

    Im Artikel vom 5. Februar wird für die Einrichtungen der Stadt Leer ein Verbrauch von 4 Mio. kWh pro Jahr an 40 Abnahmestellen und einer Zahlung von „mehr als“ 210.000 € im Jahre 2009 genannt. Wenn man annimmt, die Kommune sei von der Mehrwertsteuer befreit und die Grundgebühr je Abnahmestelle sei 500,-€ im Schnitt, so ergibt sich ein durchschnittlicher Preis von 4,75 Cent je kWh für 2009. Somit ein normaler Preis, den auch andere zahlen mussten. Eine Preissenkung von 0,8 Cent auf den neuen Business-fix-Tarif der EWE von 4,2 Cent ergibt einen Preis von 3,4 Cent je kWh. Eine Konzessionsabgabe (die Stadt Leer an sich selbst) dürfte nicht berücksichtigt werden. Bei 0,8 Cent Ersparnis und gleichbleibendem Verbrauch werden 32.000,- € jährlich eingespart. So weit – so gut. Nicht vergessen sollte man die Rückforderungen der Stadt an die EWE in ähnlicher Höhe, falls sie, wie fast alle, Sondervertragskunde war. Andere Kommunen fordern schließlich auch ihre zu viel gezahlten Beträge zurück.  

    03.2011: Atom-Katastrophe in Japan

    Die Tsunami und die Erdbeben – so schlimm die Folgen für die Japaner auch sind – geraten mehr und mehr in den Hintergrund, vor dem, was die Folgeschäden für die gesamte Menschheit betrifft. Simple Ausfälle von Pumpen für die Kühlsysteme verursachen eine Katastrophe, über deren Ausmaß nur Spekulationen angestellt werden können aber schon jetzt deutlich sichtbar und nicht abgeschlossen sind. Radioaktivität wird freigesetzt und verteilt sich, nur aufgrund „günstiger Windverhältnisse“ zunächst über dem Himmel oberhalb des Ozeans. Es ist eine Frage der Zeit, wann, aufgrund der Luftdurchmischung und des Niederschlages verstrahlte Partikel auch unsere Nahrungskette und uns direkt erreichen. Auslöser der größten GaU é in der Vergangenheit waren Nationen, denen man wegen ihrer hohen technischen Entwicklung, niemals ein solches „Versagen“ zugetraut hätte. Abgesehen von der sofort messbaren Verstrahlung der Luft, bohren sich die verschmolzenen Brennstäbe mindestens bis zum Grundwasser und tiefer durch. Die Folgen in einem Gebiet, in dem  Magma höher steht als an anderen Orten, mag man sich gar nicht ausmalen. Während in Studien von einem gossen Unfall (GaU = größter anzunehmender Unfall) in 33.000 Jahren gesprochen wurde, gab es mittlerweile in knapp 60 Jahren der friedlichen Nutzung der Kernenergie schon 2 Super-GaU`e (Tschernobyl und jetzt Japan).  Wovon reden wir jetzt?  Haben wir neue Szenarien? Super-GaU? Hyper-GaU? Mega-GaU?  Dies zeigt deutlich, dass die Nutzung von Kernenergie zur Stromgewinnung unkontrollierbar ist und keine Zukunft hat. Die These, dass die Kernenergie eine umweltfreundliche und kostengünstige Lösung unserer Energieproblem sei, ist ad absurdum (= sinnlos) geführt. Braucht es tatsächlich noch mehrerer Beweise? Eine andere These: Der Ausbruch eines Supervulkans, der eine weltweite Klimakatastrophe auslösen könnte,  (z.B. Yellowstone) hat mittlerweile 20.000 Jahre Verspätung. Das ein solcher Ausbruch erfolgen wird, steht für namhafte Wissenschaftler außer Frage.

    Nur – was dann? Während ich in meiner Kindheit bei einigen Bauern in der Nähe Nahrungsmittel beziehen konnte, ist es heute ohne die Zulieferung aus anderen Ländern nicht mehr denkbar, eine Überlebensmöglichkeit ohne importierte Lebensmittel sicherzustellen. Bei einem Ausfall der Transportwege wird ein Überleben unmöglich sein. Ist das die Fürsorge unseres Staates für den Bürger? Abhängigkeit von Versorgern (Energie, Lebensmitteln) ohne Alternativen? Nein – danke! Es muss dringend ein „Umdenkprozess“ stattfinden. Wir brauchen: Eine schlanke, effektive und nicht beeinflussbare Regierung, die für uns den Weg in die Zukunft aufzeigt. Das müssen nicht über 600 Abgeordnete sein, die nur ihren persönlichen, finanziellen oder parteipolitischen Erfolg sehen. Es reichen 30 Personen dazu, die vernünftig denken. Die Beeinflussung durch Lobbyisten ist überflüssig und sollte unterbunden werden. Sie dient nicht dem Allgemeinwohl! Das Volk möchte überleben und nicht den Interessen einiger weniger zum Opfer fallen. Die Ereignisse in Japan öffnen hoffentlich allen die Augen.                     

    07.2011: Geisterfahrt im Energiesektor

    Was soll man sagen? Da haben wir den Salat! Die neueste Ankündigung der EWE, die Gaspreise erhöhen zu müssen, trifft den Verbraucher wieder sehr hart, obwohl nicht alle Energieanbieter mitmachen – warum eigentlich? Herr Dr. Brinker (EWE) hat sich bereits weit aus dem Fenster gelehnt, indem er behauptete, Erdgas würde 2050 kaum eine Rolle bei der Energieversorgung mehr spielen. Ich gebe ihm Recht! Was sollen wir mit einer Energiequelle, die überwiegend aus dem Ausland kommt, durchschnittlichen Preiserhöhungen von 8 bis 16 % pro Jahr unterliegt und deren Ende absehbar ist. Und - was sollen die Kommunen mit den Erdgasnetzen? Alles auf Sand gebaut und nicht zukunftsträchtig. Wir haben Sonne, Wind und vor allem die Gezeiten, die uns Strom (unabhängig von Sonnen- oder Windwirkung) liefern können. Ebbe und Flut gibt es, solange der Mond um die Erde kreist. Die Ems fließt zu schnell? Na – und? Nutzen wir doch ihre Kraft! Vielleicht gibt es dann auch die ominösen „Verschlickungsprobleme“ nicht mehr. Stattdessen lassen sich die Bürger immer wieder an der Nase herumführen – wirklich gute und nachhaltige Lösungen werden zurückgehalten – und zwar genau so lange, bis der Bürger „finanziell ausgelutscht“ ist und die Preise nicht mehr zahlen kann. Auch in den Neubaugebieten in der Stadt Leer spielen die Regenerativen Energien eher eine untergeordnete Rolle. Liegt das an den Netzdurchleitungsgebühren, auf die man nicht verzichten will? Fragen über Fragen – Antworten werden wir kaum erwarten können, da die Interessen viel zu unterschiedlich sind. Auf der einen Seite die Energiekonzerne und die Kommunen, auf der anderen Seite der enttäuschte Verbraucher.  

    07.2011: ECE – was nun?

    Ich habe wirklich sehr lange überlegt, ob ich mich zu diesem Thema äußere. Und - ob ich über genügend Sachverstand verfüge, das Thema wirklich beurteilen zu können. Ich möchte folgende Fragen in den Raum stellen: Ist es wirklich nötig einen „auswärtigen“ Investor zu holen, der die Gewinne (und Steuern) nach Hamburg holt? Dient das ECE dazu, das seit 1995 nicht ausgelastete Parkhaus der EWE zu füllen? Wollen die Mieter im ECE wirklich alle 3 Monate ihr Geschäftsergebnis diesem Vermieter präsentieren und ihre Mietanpassungen davon abhängig machen? Vorteile des ECE wären die energetische Sanierung vieler Gebäude, die schon fast 100 Jahre alt sind – sonst sehe ich keinen Nutzen. Der Charme einer Stadt, in der das „Bummeln und Verweilen“ an verschiedenen Orten sehr ausgeprägt sind, geht verloren. Wie wäre es denn mit einer „geschickten“ Überdachung der Fußgängerzone – da hätte man endlich ein einzigartiges Konzept, auf das man stolz sein könnte. Der Denkmalschutz sollte dabei auch keine Probleme sehen. Die ganze Stadt – sie ist ja nicht so groß – wäre ein Einkaufscenter. Alle „alten“ Versuche (Kleemann-Bunker, Markthalle, PLAZA, EWE-Parkhaus usw.) haben doch gezeigt, dass unvernünftige Lösungen nicht ankommen. Viele, mit denen ich gesprochen habe, finden die Abtrennung der Altstadt – und damit ist zukünftig der Bereich ab Denkmalsplatz gemeint, unsinnig. Dazu kommt die absolut überflüssige Erhöhung der Parkgebühren in der Stadt. So – genau auf diese Weise, wird die Verwaltung der Stadt Leer uns den Reiz nehmen, die Innenstadt aufzusuchen. Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Umsätze während der langen Bauphase auf die leicht erreichbaren Geschäfte im Umland gehen – das war es dann mit der Einkaufsstadt Leer, dem Tor Ostfrieslands.

    07.2011: Energie sparen im Neubau? Fehlanzeige?

    Wenn man sich so einige Neubauten in der Region ansieht, wird man mit Schrecken feststellen, dass neue und energiesparende Techniken nur zögerlich zum Einsatz kommen. Ein vernünftiger Neubau produziert heutzutage mehr Energie, als er verbraucht (EnergiePlusHaus)– es fallen also keine Kosten für Strom und Heizung an. Im Gegenteil, überschüssige Energie kann noch verkauft werden. Die erforderlichen Mehrkosten sind im Verhältnis zu den Einsparungen relativ gering und amortisieren sich bei den heutigen und zu erwartenden Energiepreissteigerungen binnen kürzester Zeit. Ein Gasanschluß oder ein Kamin sind nicht mehr nötig. Das spart Bau- und laufende Unterhaltskosten.

    Ein modernes WC entfernt mit nur 3,5 Liter „das große Geschäft“- und nicht mit 6 bis 7 Litern. Händewaschen funktioniert auch mit 1,7 Liter in der Minute, Duschen mit 6 bis 8 Litern/Minute. Eine solche Energiespar-Liste lässt sich weiter fortsetzen. Was passiert bei uns in Leer? Die Grundstücke sind meist schon so teuer, dass die Bauherren vermutlich „froh“ sind, wenn sie in herkömmlicher Bauweise mit alter Technik ein Haus bekommen – eine Fehlentscheidung, wie sich in einigen Jahren zeigen wird.

    07.2011: Elektrofahrzeuge - kein Fortschritt

    Die Bundesrepublik Deutschland scheint voll unter der Macht einiger Konzerne zu stehen. Egal, wo man anfragt, man bekommt z. B. keinen Umbausatz für ein Elektrofahrzeug. Dabei wäre es eine absolute Kleinigkeit, gerade ältere Fahrzeuge (bis Bj. 2003)  umzubauen. Ab Baujahr 2003 werden viele Gutachten gefordert, die eine Verträglichkeit zur übrigen elektronischen Anlage erfordern (ABS usw.).  Kosten mindestens einige tausend Euro). Alles „hausgemachte Schwierigkeiten“, die verhindern, dass ein Fortschritt im Bereich der Elektromobilität stattfindet. Armes Deutschland! Viele würden gern kostengünstig ihr altes Fahrzeug umrüsten – aber das ist überhaupt nicht „von oben“ gewünscht. Entweder Neufahrzeuge über 30.000.- € kaufen - oder gar nichts. Leider hat der Bürger überhaupt keine Kontrolle über eine solche, negative Entwicklung. Lobbyisten und Konzerne verhindern den Fortschritt. Am Ende werden wir (die Deutschen) wieder genauso dumm aussehen, wie bei den Entwicklungen von Kameras, Fernsehern und Videorekordern und vielem mehr. Gute Nacht Deutschland – schlaf weiter!

    09.2011: Ford-Motor erwärmt die Hoheellernschule

    In dem o. g. Bericht wird lobenswert hervorgehoben, dass künftig ein Blockheizkraftwerk (BHKW) die Hoheellernschule mit Strom und Wärme versorgt. Dazu muss man sagen, dass ein BHKW nicht, wie im Artikel beschrieben, in erster Linie Strom erzeugt – es wird überwiegend Wärme erzeugt. Ein BHKW ist also nur wirtschaftlich, wenn man die erzeugte Wärme auch abnehmen kann. Dann amortisiert sich eine solche Maßnahme bereits nach 4 bis 6 Jahren. Dies ist bei einer kleinen Schule, die nur im Winterhalbjahr Wärme benötigt und im Sommer lediglich einen kleinen Verbrauch für das Duschwasser hat, nicht gegeben. Ein weiterer Nachteil sind die langen Zeiten der Nichtnutzung in den Ferien. Während dieser Zeiten sind die Schulen meist, bis auf eventuelle Nutzung der Turnhalle, geschlossen. Als Voraussetzung für eine wirtschaftliche BHKW-Nutzung kann eine Schulgröße von 500 bis 1.000 Schülern (lt. Internetseite der Schule hat diese unter 300 Schüler) angesehen werden. Die zusätzliche Installation von 2 Gas-Brennwertgeräten, die im Winter die Versorgung mit Wärme sicherstellen müssen, zeigt, dass man auch hier wieder nicht vernünftig nachgedacht hat. Das ein solches Projekt dann auch noch mit öffentlichen Mitteln gefördert wird – einfach unglaublich!

     

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